Ausstellung Oooups, da wurde wohl was übersehen – Beton im Gleisbett

Ausstellung
2. Verhandlungstag im Lubmin-Prozess

Im Dezember 2010 blockierten zwei in einem Betonblock festgekettete Aktivist_Innen den Castor-Transport nach Lumin sieben Stunden lang. Nun stehen die beiden Angeketteten wegen den Vorwürfen der „Nötigung“ und der „Störung öffentlicher Betriebe“ vor Gericht.

Blockade des Lubmin-Castors durch festgekettete Aktivist_Innen

Ein erster Verhandlungstag gegen die Aktivist_Innen fand bereits am 07. Mai 2012 statt. Vor Verhandlungsbeginn wurden Transparente gehängt, u.a. mit der Aufschrift: „Widerstand ist nötig, keine Nötigung!“ Eine angemeldete Mahnwache und mit Frühstücksbuffet unter dem Motto „Gerichte sind zum Essen da!“ waren bis zum Ende des ersten Prozesstages gut besucht. Das öffentliche sowie das Medieninteresse waren groß und somit der Sitzungssaal gut gefüllt.

Sechs Stunden lang wurde im Gerichtssaal die Sachlage erörtert. Dabei ging es unter anderem darum, ob und in welcher Höhe den AktivistInnen Kosten für Reparaturen am Gleis zugerechnet werden können, ob ihre Versammlung auf den Schienen rechtswirksam aufgelöst worden war und wer die Beschädigung des Gleisbetts verursacht hat.

Nach einem „Sprungtermin am 29. Mai wird der Prozess nun am 11. Juni in Greifswald fortgesetzt.

Transparent von Unterstützer_Innen wird durch die Feuerwehr abgenommen

Wer mehr über den ersten Verhandlungstag lesen möchte, kann hier den Bericht einer Prozessbeobachterin lesen.

Weitere Informationen gibt es unter: blockmin.blogsport.eu

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Die wandernde Ausstellung

Unsere Ausstellung wurde im Wendland erfolgreich eröffnet. Demnächst wird sie im Mainz, Rüsselsheim, Hildesheim und auf der Fusion zu sehen sein. Die genauen Termine sind dem unten stehenden Kalender zu entnehmen.

Nächste Termine
  • Keine Termine.
Terminkalender
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Juli 2012
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Die Ausstellung einladen

Mit der Ausstellung möchten wir möglichst viele Menschen erreichen und diese dazu inspirieren, eigene Formen der Widerständigkeit zu entwickeln.

Gerne kommen wir auch in eure Stadt. Da Auf- und Abbau relativ aufwendig sind, suchen wir vor allem Orte, an denen die Ausstellung über längere Zeit stehen kann. Zudem müssen Transportkosten und beim Aufbau entstehende Ausgaben (z.B. Kopien, Schrauben, Büromaterialien, ...) vor Ort organisiert werden, weil unser Kollektiv das auf Dauer nicht ständig neu finanzieren kann.

Wo es möglich ist, darüber hinaus die an solchen Aktionen beteiligten Aktivist_Innen finanziell zu unterstützen, freuen wir uns, wenn die Kosten eines Verhandlungstages in Höhe von etwa 200 Euro übernommen werden können.

Die komplette Ausstellung braucht etwa 120 bis 150 m² Platz.

Ihr erreicht uns unter: big@notraces.net

Ausstellung: Oooups, da wurde wohl was übersehen – Beton im Gleisbett

Die interaktive Wanderausstellung informiert über Geschichte, Hintergründe und Folgen gelungener Ankett-Aktionen in Betonblöcken – eine kreative Widerstandsform, die nicht nach dem Lösen aus dem Gleisbett gegessen und verdaut ist. Mit der Ausstellung wird die Motivation der Aktivist_innen, sich einer solchen Belastung auszusetzen aufzeigt und das zähe juristische Nachspiel beleuchtet. Für die Besucher_innen wird eine Gleisblockade mittels möglichst realistisch nachgebauter Attrappen physisch und psychisch erlebbar.

Ferner soll der vielseitige Protest gegen den atomaren Wahnsinn sichtbar gemacht werden. Nur durch die Vielfalt, das Zusammenspiel und die Solidarität der verschiedenen Aktionsformen konnte die Anti-Atom-Bewegung in den Jahrzehnten ihres Bestehens so stark werden. Eines von vielen Elementen waren dabei die fünf erfolgreichen Ankettaktionen mit unterirdischen Betonblöcken, die es zwischen 1997 bis 2011 gab. Die Ausstellung ist in dieser Form einzigartig, weil sich hier Aktivistinnen und Aktivisten aus über einem Jahrzehnt Widerstand über eine spektakuläre Blockade-Technik – die zum Teil weltweite Aufmerksamkeit erreicht hat – zusammengefunden haben, um einem Baustein des Anti-Atom-Widerstandes eine öffentliche Plattform zu bieten.

Über uns

Das Ausstellungskollektiv BiG – ein selbst organisierter Zusammenschluss einzelner Menschen aus Anti-Atom-Zusammenhängen, hat die Wanderausstellung “Ooops, da wurde wohl was übersehen – Beton im Gleisbett” konzipiert.